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Wordpress E-Commerce

Freitag, 23. Oktober 2009, um 15:21 Uhr in Webentwicklung.

Ich muss zugeben: Am Anfang war ich sehr skeptisch was ein Shop-System für Wordpress anging und es hat auch eine Zeit lang gedauert, bis es mich überzeugt hat. Die große Schwierigkeit zu Beginn lag unter anderem daran, dass es im Prinzip keine vernünftige deutsche Website gibt, die einem dieses Plugin näher bringt, auch auf der offiziellen englischen Website und in der Community gab es wenig. Wie so oft musste man sich das Ganze selbst ansehen und testen, testen, testen.

Die Sprachbarriere

Ein großer Nachteil gleich zu Beginn nach der Installation war, dass es alles andere als komplett übersetzt war. Es war zwar möglich die Sprache auf “deutsch” zu stellen, doch damit war es auch schon, übersetzt war kaum etwas und was übersetzt wurde, hatte einige Fehler drin.
Somit muss man sich wohl oder übel selbst an die Übersetzung machen, sowohl im Backend, aber hauptsächlich im Frontent, was sehr viel Zeit kostet.

Das Gute war, dass mit Variablen und einer externen Sprach-Datei gearbeitet wird, so dass man sich bei der Übersetzung der Hauptbegrifflichkeiten nur in dieser Sprachdatei aufhalten muss. Die Datei findest du im wp-e-commerce-Plugin-Ordner im Ordner “languages”:

wp-content/plugins/wp-e-commerce/languages/DE-de.php

Da nicht alle Variblen dort definiert wurden, musst du dir auch noch die englische Sprachdatei daneben setzen, die ist nämlich komplett definiert. Es ist eine sehr mühsame und zeitaufwendige Arbeit, weshalb ich euch meine Übersetzungsdatei einmal zum Download anbiete.
Diese ist im Prinzip “neutral” gehalten, wobei die ein oder andere Variable auf ein bestimmtes Projekt von mir gezielt übersetzt wurde.

Die wichtigen Dateien

E-Commerce für Wordpress ist ein sehr gutes Plugin, um kleine Shops in seine Website einzubinden und bietet sehr viel Anpassungsmöglichkeiten und ist aus diesem Grunde sehr flexibel.

Der Ordern-Aufbau ist ähnlich dem von Wordpress himself: Im “Index” befinden sich die allgemeinen Variablen und Funktionen, sowie alle Dateien für den Backend-Bereich. Dann gibt es den Ordner “themes”, in dem du dir dein eigenes Theme erstellen kannst und die aktuellen natürlich auch bearbeiten. In diesem Ordner kannst du alles für den Frontend-Bereich bearbeiten:

wp-content/plugins/wp-e-commerce/themes/default

cart_widget.php
Diese Datei ist sehr übersichtlich aufgebaut, beinhaltet auch nur den Warenkorb, der die Produkte anzeigt, die der User in den Warenkorb gepackt hat. Das Widget kannst du bei den Wordpress-Widgets einstellen.
category_widget.php
Wenn du einen Shop aufbaust, der aus mehreren Kategorien besteht, kannst du dieses Widget, das dir alle Kategorien auflistet, in dieser Datei bearbeiten.
functions.php
Das ist nochmal für den Backend: Bei den Shop-Optionen kannst du, je nach Theme, definieren ob und wo die Paginierung erscheint. Zum Anpassen an dein Design ist diese Datei unwichtig
grid_ & list_view.php
Auch diese Dateien sind im Grunde unwichtig, es sei denn du kaufst dir auf der offiziellen Website von E-Commerce die Funktionen “Grid View” und “List View”, um deine Produkte ausrichten zu können. Hier werden dafür dann die Einstellungen gespeichert, unwichtig für den normalen Gebrauch.
products_page.php
Hier beginnt es richtig interessant zu werden: Die Startseite des Shops. Hier werden all deine Produkte (wenn du möchtest) aufgelistet. Den Aufbau und die Details der Ansicht kannst du selbst bestimmen.
shopping_cart_page.php
Das ist die “Checkout”-Seite oder auch die “Kassen”-Seite. Zunächst werden die Produkte aufgelistet, die der User gekauft hat mit Bild, der Anzahl und dem Preis. dann auch gleich das Formular für die Lieferadresse und die Zahlunsgart. Hier wird der Kauf fix gemacht.
single_product.php
Diese Datei beinhaltet die Variablen und das Markup für die Produkt-Seiten, also die Detail-Ansicht für das einzelne Produkt mit dem Preis, den Beschreibungen, den Zusatz-Beschreibungen, der Anzahl, den Versandkosten, etc.

Das waren die Dateien in dem Theme Ordner. Viel mehr musst du auch nicht wissen, wobei du natürlich noch sehr viel mehr (vor allem im Backend) ändern kannst, in dem du die Dateien im “Index” bearbeitest.

Eine Datei, die vielleicht noch wichtig ist, ist die Datei “transaction_result_functions.php”, die den Inhalt der Email-Bestätigung und den Text nach dem Kauf definiert. Wer sich mit PHP auskennt wird hier weniger Probleme haben, wer sich nur grob, so viel ich, damit auskennt, sollte auf die Namen der Variablen schauen, die sich in jeder Datei des Plugins ähneln. So findet man sich recht schenll zurecht und kann auch diese Datei ohne Probleme nach seinen Wünschen gestalten.

Fazit

Das E-Commerce-Plugin von Wordpress lässt sehr viel Spielraum für die komplette Anpassung an seine Website, man muss aber sich damit erst einmal vertraut machen, dann ist es aber relativ einfach und man kann damit sehr viel anfangen. Leider ist der Shop irgendwie nicht ganz fertig entwickelt worden und vor allem für nicht-englischsprachigen Länder nur nach vielen Umstellungen zu gebrauchen.
Der Shop bietet sehr viele Möglichkeiten, wobei diese im Vergleich zu einem kompletten Shopsystem, wie xtCommerce natürlich nur bedingt mithalten kann, aber auch nur dann, wenn es ein sich um ein komplexen Shop handelt.

  1. Kiefer sagt:

    Hallo, super Artikel vielen Dank dafür leider geht der Link zur Sprachdatei ins Leere ? ;(

    Bitte den Link neu einstellen oder korrigieren

    Vielen Dank im Voraus

  2. admin sagt:

    Moin :)

    Die Sprachdatei habe ich aktualisiert. Danke für den Kommentar

  3. mrboob sagt:

    Hallo und danke für die Infos. ich habe sie auch installiert und mich würde interessieren ob und wie einzelne Produkte in die Artikeln eingebunden werden kann?
    Wird mich sehr freuen wenn du auch darüber info geben konntest.
    Danke

  4. admin sagt:

    Hi,
    du kannst dir einzelne Produkte auf Shopexterne Seiten packen. Dazu hat jemand vor einem knappen Jahr ein kleines Plugin geschrieben:
    http://www.mediatricks.biz/blog/2009/02/07/wp-ecommerce-shortcodes-plugin

    Viel Spaß damit :)

  5. mrboob sagt:

    Vielen dank

  6. Dominic sagt:

    Hallo,
    ich habe gerade diesen Beitrag zu dem Shopsystem gefunden. Ich bin momentan am verzweifeln. Wenn ich eine Bestellung absende, bekommt man ja eine Bestellbestätigung. Der Absender lautet dann “WordPress@MeineDomain.de”. Soweit wie ich es herausgefunden habe, muss ich dies in der Datei “transaction_result_functions.php” ändern. Aber kann mir jemand sagen, wo da genau?
    Grüße
    Dominic

  7. Sebastian sagt:

    Hi!

    Also ich habe die Sprachdatein soweit alle eingerichtet. Allerdings tritt bei mir an der “Kasse” ein Fehler auf. Die Sätze “Enter ypur Email adress” “shipping adress same as billing adress” und ” I agree to the Terms and Conditions” werden nicht übersetzt. Habe schon Tage lang versucht dsa zu ändern, aber es geht nicht. Vielleicht habt Ihr/ Du ja eome Idee?!

    Grüße Sebastian

  8. einfach in der wpsc-shopping_cart_page.php direkt aendern, ganz easy!
    am besten noch vorher via shop einstellungen die template files kopieren

  9. Denis sagt:

    Hallo,

    vielen Dank für Deine Info.
    Wie kann ich im Cart Template noch 2 Checkboxen für AGB / Widerruf einbauen. Und so, daß sie angehakt sein müssen.

    Beste Grüße,
    derDenis

  10. HakkL sagt:

    Schön mal einen deutschsprachigen Artikel mit Mehrwert zu WPEC zu finden – ich “fuchse” mich gerade in die Materie und steh genau vor denselben Problemen. Es mangelt an einer Community und demnach an Hilfestellung.

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